Die Selfkantbahn - IG Historischer Schienenverkehr e.V. - Geschäftsstelle (Kommans, Aachen)

In dünn besiedelten ländlichen Gegenden versprachen Bau und Betrieb normalspuriger
Eisenbahnstrecken kaum ein lohnendes Geschäft. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden daher auch im Rheinland zahlreiche meist schmalspurige Kleinbahnen. Sie erschlossen das flache Land und erleichterten den Austausch von Agrarprodukten, Rohstoffen für die Industrie und Gütern für den täglichen Bedarf.

1900 nahm unweit der niederländischen Grenze die meterspurige Geilenkirchener Kreisbahn den Betrieb auf. Nach bescheidenem Beginn - mit drei kleinen Dampflokomotiven, zwei Personenwagen und 26 Güterwagen - entwickelte sie sich in den folgenden Jahrzehnten zum wichtigen Verkehrsmittel in der Region. Ende der 60er Jahre musste sie jedoch den Betrieb auf der Schiene weitgehend einstellen - der Konkurrenz von PKW und Lastwagen waren die langsamen Züge auf Dauer nicht gewachsen.
Die Erinnerung an die Geilenkirchener Kreisbahn hält die \'Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr\' wach: unter dem einprägsamen Namen Selfkantbahn betreibt sie auf einem Teil des alten Streckennetzes einen Museumsbahnbetrieb mit historischen Loks und Waggons.
Die Endpunkte der Fahrt durch Wiesen und Felder liegen in Gillrath und Schierwaldenrath. In Schierwaldenrath lassen ein liebevoll rekonstruierter Kleinbahnhof und eine neu erbaute Halle, die einen großen Teil der umfangreichen Fahrzeugsammlung beherbergt, die Zeiten des Reisens in der Holzklasse wieder lebendig werden. Die Sammlung umfasst rund 60 Kleinbahnfahrzeuge aller Epochen und Bauarten. Ein Teil dient dem sonntäglichen Museumsbetrieb, an weiteren Fahrzeugen wird gearbeitet. Hier finden sich so wertvolle Stücke wie eine Lok der Dürener Dampfstraßenbahn aus dem Jahre 1899; eine Dampflok aus dem Jahre 1930, die früher in Pommern fuhr; eine schöne Garnitur von 4 Personenwagen aus dem Oberrheingebiet samt passender Dampflok aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts; aber auch klassische Kleinbahnwagen von den Inseln Borkum und Sylt.

Und noch immer werden wertvolle Stücke aufgespürt, so z.B. im Jahre 2002 eine Dampflokomotive der Mittelbadischen Eisenbahn-Gesellschaft, die zuletzt 30 Jahre lang in der Schweiz im musealen Einsatz war. Sie zieht heute bei der Selfkantbahn wieder diejenigen Wagen, die sie bereits um 1960 in ihrer alten Heimat am Zughaken hatte - ein seltener Glücksfall.

Neben den zahlreichen Sonderveranstaltungen, die während der offiziellen Fahrsaison stattfinden, gehören auch die Rund 40 Nikolauszüge in der Vorweihnachtszeit zum festen Veranstaltungsprogramm der Selfkantbahn. Weitere Informationen entnehmen Sie hierzu bitte den Internetseiten der Selfkantbahn (www.selfkantbahn.de).

Öffnungszeiten:
Die Saison beginnt mit den Osterfeiertagen (Ostersonntag) und endet mit dem 1. Oktober-Wochenende. Der Fahrbetrieb findet in dieser Zeit an allen Sonn- und Feiertagen statt. Zu diesen Zeiten können auch die Museumshalle, der Lokschuppen und die Werkstätten besichtigt werden. Weitere Termine nach Absprache!

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In dünnbesiedelten ländlichen Gegenden versprachen Bau und Betrieb normalspuriger Eisenbahnstrecken kaum ein lohnendes Geschäft. Um die Jahrhundertwende entstanden daher auch im Rheinland zahlreiche meist schmalspurige Kleinbahnen. Sie erschlossen das flache Land und erleichterten den Austausch von Agrarprodukten, Rohstoffen für die Industrie und Gütern für den täglichen Bedarf.

1900 nahm unweit der niederländischen Grenze die meterspurige Geilenkirchener Kreisbahn den Betrieb auf. Nach bescheidenem Beginn - mit drei kleinen Dampflokomotiven, zwei Personenwagen und 26 Güterwagen - entwickelte sie sich in den folgenden Jahrzehnten zum wichtigen Verkehrsmittel in der Region. Ende der 60er Jahre musste sie jedoch den Betrieb auf der Schiene weitgehend einstellen - der Konkurrenz von PKW und Lastwagen waren die langsamen Züge auf Dauer nicht gewachsen.

Die Erinnerung an die Geilenkirchener Kreisbahn hält die \'Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr\' wach : unter dem einprägsamen Namen Selfkantbahn betreibt sie auf einem Teil des alten Streckennetzes einen Museumsbahnbetrieb mit historischen Loks und Waggons. Die Endpunkte der Fahrt durch Wiesen und Felder liegen in Gillrath und Schierwaldenrath. Dort lassen ein liebevoll rekonstruierter Kleinbahnhof und eine neu erbaute Halle, die einen großen Teil der umfangreichen Fahrzeugsammlung beherbergt, die Zeiten des Reisens in der Holzklasse wieder lebendig werden.

Öffnungszeiten

Betriebszeiten von April bis Anfang Oktober an allen Sonn- und Feiertagen und für Sonderveranstaltungen; Besichtigung der Museumshalle in Schierwaldenrath an allen Betriebstagen sowie nach Absprache.