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Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet ist in der Geschichte der anderen Regionen allgegenwärtig, es hat sowohl die Ziegeleien im Lippischen als auch die Schifffahrt im Münsterland oder den "Schreibtisch" Düsseldorf beeinflusst - aber erst ab Mitte des 19.Jahrhunderts.

Es ging still und ländlich zu zwischen Essen und Dortmund, bis Ende des 18. Jahrhunderts die Nachfrage nach Kohle anzusteigen begann und ein erster Schub erfahrener auswärtiger Bergleute in die Region drängte. Für den Kohlentransport machte man damals die Ruhr mithilfe von 16 Schleusen schiffbar.

Die Initialzündung löste jedoch der technische Fortschritt aus, der dann aus England herüberschwappte: Der Koks, die verkokte Steinkohle, wurde als bestes Brennmaterial für die Eisenverhüttung erkannt. Die Stahlherstellung wurde optimiert, die Dampfmaschine verbessert, und wo die meiste Kohle verfügbar war, wuchsen große Hochöfen aus dem Boden: Gefüllt mit Schichten von Koks und Erz, spuckten sie riesige Mengen flüssiges Roheisen aus. In den Maschinenhäusern neuer Zechen rotierten die Schwungräder gewaltiger Dampfmaschinen und förderten Steinkohle aus immer größerer Tiefe zutage. Dampfloks zogen stählerne Waggons, gefüllt mit Kohle und Stahl, über ein ständig wachsendes Netz stählerner Schienen. Ein modernes Aktienrecht machte die Investitionen möglich, die mit zunehmender Mechanisierung zunehmend höher wurden.

Arbeiter drängten von überall in das boomenden Revier. Kleinstädte und Dörfer wuchsen ineinander, weil sich ihre Bevölkerungszahl manchmal in zehn  Jahren verdoppelte, in 50 Jahren verzehnfachte, ja wie im Fall Dortmunds beinahe auf das Zwanzigfache stieg. Das Ruhrgebiet bildete sich planlos und eruptiv, später differenzierten sich die Branchen dann, Chemie und Maschinenbau kamen hinzu, die Nachfrage nach Dienstleistungen für die große Zahl neuer Einwohner stieg.

Die Fabrikanten, Pioniere der neuen Zeit, waren stolz. Anfangs ließen sie so manchen Malakoffturm mit Zinnen schmücken, als wollten sie eine vergangene Zeit vortäuschen, doch nach und nach erzeugte die neue Technik auch neue Baustile. Fördertürme aus Stahlfachwerk, Werkshallen aus Stahlträgern und Ziegelmauern, schließlich Zechengebäude wie Würfel und Quader, einfach und funktional, aber immer noch monumental. Die Herren über Kohle und Stahl bauten Maschinenhallen wie Schlösser, statteten Kraftzentralen aus wie elegante Hotels und inszenierten Zechengebäude wie Kathedralen einer neuen Religion. Aber wo Arbeiter auf glühenden Koksöfen standen, wo sie hoch oben im schneidenden Wind den kochenden Hochofen befüllten oder unten, nur mit Hut und Handschuhen geschützt, das Abstichloch aufbrachen, dort regierten höllischer Lärm, giftige Gase und klebrige Stäube, die sich in die Lungen fraßen. Auch daran soll "Industriekultur" erinnern.

 


 

... und heute

.. ist die Metropole Ruhr nach wie vor das industrielle Zentrum Nordrhein-Westfalens und zeichnet sich durch eine breitgefächerte Wirtschaftsstruktur mit hohem Technisierungsgrad aus. In ihren Kompetenzfeldern Energie, Logistik, Chemie und Gesundheitswirtschaft sind  Forschung, Entwicklung und Produktion eng miteinander verzahnt. Die Region ist Konzernsitz von 15 der 100 bzw. 40 der 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands.
[ nach: NRW.INVEST - Wirtschaftsregion Metropole Ruhr ]

 


 

Links zu weiterführenden Informationen

Der frühe Bergbau an der Ruhr >>
Europäische Textilrouten - Bekleidungsindustrie Ruhrgebiet >>
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Fördergerüste im Ruhrbergbau >>
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