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Rheinschiene

Die Großstädte an der "Rheinschiene" - Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg - entwickelten sich erst spät zu Gewerbe-Zentren, denn die Betriebe siedelten sich viele Jahrhunderte lang lieber im umliegenden ländlichen Gebiet an.

Köln war zwar im frühen Mittelalter zu einer führenden europäischen Handelsmetropole aufgeblüht. Doch die Handwerkerzünfte hatten sich dort so fest etabliert, dass innovative Gewerbe in der Stadt keinen Fuß fassen konnten. Hinzu kam die Intoleranz der katholischen Kirche gegenüber andersgläubigen Zuwanderern, und so siedelten sich neue Gewerbe lieber am rechten Rheinufer gegenüber dem Dom oder in den Tälern des Bergischen Landes an. Köln konnte die gewerblichen Verluste, die ab dem 18. Jahrhundert zunahmen, durch seine Handels-Aktivitäten ausgleichen. Zudem entwickelte es sich zu einem Kommunikationszentrum. Schon zur Hansezeit war sie eine Börse für Nachrichten aus den europäischen Metropolen. Später richtete die Taxis-Post dort ein zentrales Postamt ein. Zur Industrie-Metropole wurde die Domstadt erst, als Ende des 19. Jahrhunderts die rechtsrheinischen Nachbarstädte mit ihren großen Fabriken eingemeindet wurden. Die Ford-Werke und Erdöl-Raffinerien entstanden sogar erst im 20. Jahrhundert.

Düsseldorf blieb im Grunde seinem Charakter als Residenzstadt treu: Einst Sitz der Herzöge von Jülich-Berg entwickelte es sich zum Handelszentrum und Messeplatz, nicht zuletzt für Textilien aus dem benachbarten Wuppertal. Mehr und mehr Vertreter von Firmen, Banken und Wirtschaftsorganisationen ließen sich dort nieder und machten die Stadt schließlich zum großzügigen Verwaltungszentrum, zum "Schreibtisch" Nordrhein-Westfalens.

Ganz anders erging es dem alten Marktplatz Duisburg am Nordende der "Rheinschiene": Obwohl Köln sich ein Vorkaufsrecht auf alle Waren gesichert hatte, die über den Rhein transportiert wurden, gelang es der Stadt, ein eigenes Speditionsgeschäft vor allem mit den holländischen Hafenstädten aufzubauen - bis Duisburg von der expandierenden Schwerindustrie aus dem angrenzenden Ruhrgebiet "eingenommen" wurde. Durch den Ausbau der Ruhr war in Duisburg und im später eingemeindeten Stadtteil Ruhrort einer der größten Binnenhäfen der Welt entstanden: ein eminent wichtiger Umschlagort für Kohle, Erze und Industrieprodukte.

 


 

... und heute

... finden sich in der Wirtschaft der Region Köln/Bonn Highlights aus den Branchen Automobil/Maschinenbau, Chemie, Finanz- und Versicherungswirtschaft, Handel, IT/Telekommunikation, Logistik, Medien und Biotechnologie. Bekannte Unternehmen wie Axa, Bayer, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Ford, Kaufhof, Rewe, RTL oder WDR sind hier zu Hause. 
International bekannte Unternehmen wie E.ON, Henkel, McKinsey, Mitsubishi, Metro, Qiagen oder Vodafone spiegeln das wirtschaftliche Potenzial der Region Düssldorf wider. Wichtige wirtschaftliche Impulse gehen insbesondere von der Dienstleistungsbranche sowie dem Forschungs- und Entwicklungsbereich aus. Die Stadt Düsseldorf zählt zu den führenden Kommunikations- und Medienmetropolen Deutschlands.
[ nach: NRW.INVEST - Wirtschaftsregionen Köln/Bonn und Düsseldorf ]

 


 

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