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Südwestfalen

Landschaftlich und auch wirtschaftlich ähnelt die Region "Südwestfalen" dem Bergischen: Mit dem Bergbau und der Metallverarbeitung gehört sie ebenfalls zu den Wegbereitern des späteren großindustriellen Zentrums "Ruhrgebiet".

Das Siegerland am Südende der Region hat eine sehr lange Tradition in Erzbergbau und Eisenverarbeitung: Schon in den Jahrhunderten vor Christi Geburt wurde dort Eisen erschmolzen und zu Waffen und Werkzeugen weiterverarbeitet. Der Raum profitierte lange vom hervorragenden Ruf seines Eisenerzes: Es enthält hohe Anteile an Titan und Mangan, ist daher besonders gut schmiedbar und war ein weithin gefragter Export-Artikel.

Geschmiedetes Roheisen wurde häufig als Vorprodukt nach Norden ins Märkische Land verkauft: Dort standen zahlreiche Hütten- und Hammerwerke, Pionierbetriebe der Schwerindustrie. Daneben florierte eine hochspezialisierte Weiterverarbeitung: In vielen Tälern existierten kleine, "Drahtrollen" genannte Betriebe, in denen das Eisen zu Draht gezogen wurde.

Im Raum Lüdenscheid entwickelte man eine industrielle Massenproduktion von metallenen Knöpfen mit Fallhammer und Spindelpresse. Ab den 1760er Jahren begann im Märkischen eine intensivere Steinkohle-Förderung. Durch den Raubbau an den Wäldern war der Brennstoff Holzkohle knapp geworden, und eine neue Erfindung aus England versprach eine Alternative: der Koks, der aus Steinkohle erzeugt wird. Doch viel größere Kohlevorkommen lagen im Ruhrgebiet, und die neuen Großunternehmen der Schwerindustrie zogen dorthin. In den Tälern Südwestfalens blieben die mittelständischen Metallverarbeiter, spezialisiert auf Kleineisenwaren.

 


 

... und heute

... ist Südwestfalen geprägt von mittelständischer Industrie. Die Schwerpunkte der meist familiengeführten Unternehmen liegen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Lichttechnik, Metallverarbeitung, Kunststoffverarbeitung,Elektrotechnik, Maschinenbau, Recycling, Sanitär und Holzwirtschaft. Eine Schlüsselbranche ist die Automotive-Industrie, die in Südwestfalen ein wichtiges Kompetenzzentrum bildet. Rund 500 Unternehmen machen die Region zu dem Standort für Automobilzulieferer in Deutschland. Viele dieser Firmen sind so genannte Hidden Champions – der breiten Öffentlichkeit unbekannt und doch Marktführer europa- oder sogar weltweit.
[ nach: NRW.INVEST - Wirtschaftsstandort Südwestfalen ]

 


 

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