• LWL-Industriemuseum Ziegelei Beermann | Lage
  • Miele-Museum | Gütersloh
  • LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim | Petershagen
  • Historisches Museum | Bielefeld
  • Besucherbergwerk Kleinenbremen | Porta Westfalica
  • Heinz-Nixdorf-MuseumForum | Paderborn
  • Brauereimuseum OWL | Lübbecke
  • Papiermühle Plöger | Schieder-Schwalenberg
  • Gerbereimuseum | Enger
Ostwestfalen-Lippe

Die Region am östlichen Rand von Nordrhein-Westfalen war lange Zeit rein agrarisch geprägt: In Ostwestfalen-Lippe setzte sich die Industrialisierung erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts langsam durch - im Fürstentum Lippe war die Ansiedlung von Fabriken auf Anordnung des Landesherrn sogar lange verboten. Entsprechend schlecht ging es weiten Teilen der Bevölkerung.

 Tausende mussten ihr Auskommen als Wanderziegler verdienen. Immerhin entwickelte sich die Ziegelherstellung zu einer Spezialität des Lipper Landes, und als die Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Menschen in die boomenden Industrieregionen strömten und in den Städten eine eklatante Wohnungsnot ausbrach, fanden Ziegler aus Lippe in der Ferne eine saisonale Beschäftigung.

Das zweite traditionelle Standbein der ostwestfälischen Industrie entwickelte sich direkt aus der Landwirtschaft: Durch die Verarbeitung von Flachs zu Leinen entstand seit dem 16. Jahrhundert eine bedeutende Textil-Fertigung. Auf dem Land produzierten Tausende von Spinnern und Webern in Heimarbeit, und Händler aus Bielefeld und Herford verkauften die Ware bis nach England und in die Niederlande.

Ab 1847 rollte dann die Köln-Mindener Eisenbahn: Mit diesem leistungsfähigen neuen Transportmittel wandelte sich die vorindustrielle Fertigung rasch zur Textil- und Bekleidungsindustrie: Vor allem um Bielefeld herum schossen Fabriken aus dem Boden, und aus den Heimwebern bildete sich eine Industriearbeiterschaft.

Im Kreis Herford schuf vor allem die Möbelindustrie neue Arbeitsplätze. Die Textil- und Möbelindustrie brauchten Maschinen - so entstand eine prosperierende Metall- und Maschinenbauindustrie. Auch die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Waren wurde gegen Ende des 19.Jahrhunderts zunehmend industrialisiert. Große Schnapsbrennereien, Zucker- und Stärkefabriken breiteten sich über das Land aus, um Herford und Minden entstanden Tabak-Firmen, die bald Zehntausende von Arbeitskräften beschäftigten.

 


 

... und heute

... ist die ostwestfälisch-lippische Wirtschaft durch einen breiten Branchenmix mit Schwerpunkt im verarbeitenden Gewerbe gekennzeichnet. Vor allem mittelständische Unternehmen, viele in Familienbesitz und inhabergeführt, prägen die Region. Die wichtigsten Branchen: Maschinenbau, Informationstechnologie, Automatisierungstechnik, Möbel- und Küchenindustrie, Kunststoffe, Lebensmittel, Textilindustrie sowie Gesundheitswirtschaft. International bekannte Unternehmen wie Benteler, Bertelsmann, Claas, Dr. Oetker, Gerry Weber, Gildemeister, Melitta, Miele, Schüco und Wincor Nixdorf stehen für die Leistungsfähigkeit der Region.
[ nach: NRW.INVEST - Wirtschaftsstandort Ostwestfalen-Lippe ]

 


 

Links zu weiterführenden Informationen

Europäische Textilrouten - Textilroute Ostwestfalen >>
Industriekultur in Stadt und Land. Stationen der Industrie- und Technikgeschichte in OWL >>
Linkkatalog zu industriekulturellen Webseiten in Ostwestfalen-Lippe >>
WIKIPEDIA: Westfälische Mühlenstraßee >>

 
... weiter zur Region: Münsterland >>