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Hellweg

Handel ist das Schlüsselwort für die Geschichte der nördlich an das Sauerland angrenzenden Region: Sie ist nach dem Hellweg benannt, der ältesten europäischen Handelsroute, die vom Atlantik bis nach Nowgorod führt. Dabei durchquert sie alte deutsche Kaufmannsstädte wie Duisburg, Essen und Dortmund im Ruhrgebiet oder Soest und Paderborn.

Die Orte der Hellweg-Region verbindet zudem die Jahrhunderte alte Tradition der Salzgewinnung: In Soest wurde schon um 1000 Sole in offenen Pfannen gesiedet. Dank dieser kostbaren Handelsware entwickelte sich Soest zur ersten Metropole der Region.

Die große Saline in Unna wiederum hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Steinkohlebergbaus: Der Brennstoff-Bedarf für eine kontinuierliche Produktion des "weißen Goldes" war hoch. Schon ab 1600 orderten die Salinenmeister in Unna zunehmend Steinkohle aus den kleinen Gruben des naheliegenden Ruhrgbiets. Die Hellweg-Region selbst wurde erst nach der Wende zum 20. Jahrhundert vom Kohle-Boom erfasst, als der nordwärts wandernde Bergbau das Gebiet um Hamm und Bergkamen erreichte.

Zu den besonderen Bodenschätzen des Hellweg-Landes gehören auch die tonhaltigen Kalkstein-Vorkommen um Geseke, Erwitte und Anröchte. Schon seit dem Mittelalter wurde daraus Kalk gebrannt, aber ein wahrer Boom brach um 1900 aus: Damals lernte man, dass der örtliche Stein ein ausgezeichneter Rohstoff für den "Portlandzement" ist, der auch unter Wasser abbindet.
 
 

Links zu weiterführenden Informationen

Das Beckumer Zementrevier: Aufstieg und Niedergang >>
Linkkatalog zu industriekulturellen Webseiten in der Hellwegregion >>
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